Was ist Canyoning?

Auf in die Schluchten.

Canyoning ist ein Natursport mit Körpereinsatz, der Wasser und Felsen mit Erfolgs-und Gruppenerlebnis verbindet und eine Menge Spaß macht.

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Canyoning, eine kurze Erklärung.

Der Begriff Canyoning wird geprägt von dem englischen Wort Canyon, also Schlucht. Deshalb spricht man auch von Schluchting, wobei in den deutschsprachigen Alpenregionen eher das "Schluchteln" als Begriff verwendet wird.
Beim Canyoning geht es immer flussabwärts und der Startpunkt (Einstieg) liegt höher als das Ziel (Ausstieg). Zwar gibt es auch eine Abwandlung, in der man eine Schlucht von unten nach oben ersteigt, das geht aber schon eher Richtung Bergsteigen.
Um nun die Schlucht von oben nach unten zu durchqueren, werden verschiedene Techniken angewandt. Große, steile Höhenunterschiede werden durch Abseilen oder Abklettern überwunden und dabei muss mit Seiltechniken und teils mit Haken gearbeitet werden. Bei kleineren Hürden wird schon mal ein Sprung in das darunterliegende Wasser gewagt. Diese Sprünge und das Rutschen in ausgewaschenen Wasserbetten gehören mit zu den Highlights einer Canyoningtour.
In Teilstrecken, in denen das Wasser ruhig, mit leichtem Gefälle dahinfließt, kann man sich zwischendurch entspannt treiben lassen. Manchmal findet man sogenannte Gumpen, tiefe, fast strömungsfreie Stellen, in denen man etwas rasten kann.

Canyoning, Allein oder als Gruppe?

Eindeutig als Gruppe und mit einem erfahrenen Tourenführer. Wenn ein Mitglied in Probleme gerät, oder Gegebenheiten sich plötzlich ändern, beispielsweise durch Gewitterstarkregen das Wasser schnell und extrem ansteigt, kann eine Gruppe zusammenarbeiten, um Schwierigkeiten zu lösen.

Canyoning ist ein toller Erlebnissport, der Natur und Abenteuer perfekt verbindet, aber eben auch Gefahren birgt. Beim Schluchteln kann man nicht an jeder Stelle der Tour einfach aussteigen, wenn man keine Kraft mehr hat, oder ein Wetterumschwung (Gewitter) stattfindet. Nur an bestimmten Spots ist ein Verlassen der Schlucht möglich. Die Guides, die übrigens staatlich geprüft sind und dies auch per Ausweis nachweisen können, wissen genau, wo und was bei einem Schluchtengang möglich ist. Sie wissen auch, wo und wann man sich abseilen muss, problemlos ohne Kanten rutschen kann, wo Tiefen, Strudel oder reissende Wasserfälle sind und kennen natürlich auch die Plätze zum Rasten.

Noch ein wichtiger Aspekt für Canyoning als Gruppe: durch die gegenseitige Hilfestellung beim Abseilen, dem Mut machen vor einem Sprung oder einer Rutschpartie und dem sensationellen Gefühl gemeinsam etwas geschafft zu haben, entstehen Freundschaften und ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl. Eine Schlucht beim Canyoning gemeinsam bezwungen zu haben, gibt Befriedigung und Hochgefühl zugleich und der Gruppe langen Gesprächsstoff.

Wer dennoch eine Canyoningtour alleine gehen will, muss über eine gute berg- und wassertechnische Ausbildung verfügen. Ortskenntnis, Informationen über die aktuelle Wetterlage und Wissen über die Abseiltechnik sind ebenfalls notwendige Voraussetzungen.

Bin ich für Canyoning geeignet?

Grundsätzlich gibt es wenig Hindernisse, um nicht an einer Canyoningtour teilzunehmen. Da es sehr unterschiedliche Schwierigkeitsstufen beim Schluchtengehen gibt, können auch schon Kinder ab ca. 10 Jahren, Familien oder Senioren dieses tolle Erlebnis genießen. Nicht teilnehmen sollten Schwangere. Von der Teilnahme auszuschließen sind Personen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Du solltest außerdem schwimmen/tauchen können und möglichst keine Höhen- oder Platzangst haben (wobei Canyoning durchaus als Angstherapie geeignet ist, sprich einfach Deinen Tourguide auf das Thema an).
Brillenträger sollten ein Brillenband, besser noch eine Sportbrille nutzen. Kontaktlinsenträger sollten Linsen verwenden, die sie sonst beim Schwimmen und Sporteln nutzen. Asthmatiker sollten ihr Bedarfsspray nicht vergessen.

Je nach Schwierigkeitsstufe der geplanten Canyoningtour solltest Du über ausreichende körperliche Fitness und Kondition verfügen.

Welche Ausrüstung braucht man zum Canyoning ?

Beim Canyoning ist grundsätzlich Neopren Dein Schutz vor Wasser, Kälte oder Hautabschürfungen und der besteht aus Neoprenhose (umgangssprachlich "Long-John"), Neoprenjacke und Neoprensocken. Als Kopfschutz dient ein alpintauglicher Helm. Zur Sicherung beim Abseilen dient ein Canyoninggurt, HMS-Karabiner und verschieden Seile wie Abseilseile und Notseile. Ein Canyoningtauglicher Rucksack für Kleinteile und bei schwierigeren Touren auch ein Handbohrset, Verankerungen und Schlingen.
Keine Angst, das ganze Equipment wird Dir im Rahmen einer gebuchten Tour zur Verfügung gestellt. Selbst mitbringen solltest Du aber Badesachen, Handtuch, festes Schuhwerk.
Wenn Du regelmäßig Canyoningtouren machst, solltest Du überlegen, Dir Deine eigene Neoprenausrüstung zuzulegen.

Wo gibt es Canyoning in den Alpen?

In den Alpen gibt es ein sehr großes Canyoningangebot. Zu den bekanntesten Canyoningregionen zählen das Allgäu, die Chiemgauer Alpen, Tirol, speziell das Ötztal, Salzburger Land, Kärnten, Südtirol, Trentino und der Gardasee. Anbieter von Canyoningtouren gibt es in allen Regionen. Oft sind das ortsansässige Firmen, teilweise auch überregional tätige Anbieter, die vor Ort Stützpunkte oder Partnerunternehmen haben. Wenn Du eine Canyoningtour planst, findest Du bei uns einige Anbieteradressen. Du solltest Dich vor einer Buchung genau über die Preisgestaltung (sind Canyoningausrüstung, Erklärung der Ausrüstung und technische Einweisung im Angebotspreis inklusive?) informieren und Dich davon überzeugen, dass die angebotene Tour von einem staatlich geprüften Canyoningguide geführt wird.

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