Gleitschirm: Frei, wie ein Vogel leicht gemacht und ein Weltrekord


  • Es muss ja nicht gleich ein Weltrekord sein, wie ihn Gleitschirm-Legende Mike Küng aufgestellt hat. Er ist am 21. Januar 2020 aus einem Heißluftballon in 7100 Metern Höhe abgesprungen (Pressemitteilung dazu am Ende dieses Artikels). Das Erlebnis mit einem Paragleiter, wie der Gleitschirm auch genannt wird, in luftiger Höhe ins Tal zu schweben, ist ein Vergnügen für Jedermann und Jedefrau.


    Anfangen können Sie am leichtesten mit einem Tandemflug mit einem erfahrenen Flieger. Z. B. Flugschulen, die es überall in den Alpen gibt, bieten diese Sprünge an, die je nach Destination und Flugdauer (Airtime) zwischen ca. 150 und 350 Euro kosten.


    Wer Geschmack an diesem Hobby findet, der kann relativ leicht eine Fluglizenz machen. Und das geht so: Nach einem Schnuppertag, macht man eine Grundausbildung in der Ebene, darauf folgen kleinere Starts aus geringer Höhe. Dann wird unter Fluglehreraufsicht Starten, Steuern und Landen des Gleitschirmes am Übungshang gelernt. Hierfür sollte man vier Tage bis zu einer Woche einplanen. Nach dem Grundkurs, wenn man das Gerät beherrscht, folgen erste Höhenflüge. Mindestens 40 davon braucht man, ehe man zur Prüfung zum Luftfahrerschein antreten darf. Detaillierte Auskünfte hierzu erteilt in Deutschland der Deutsche Gleitschirm- und Drachenflugverband.


    Über diese Phase ist Mike Küng natürlich längst hinaus. Er sprang am 21. Januar aus einem Heißluftballon in 7100 Metern Höhe und hat damit hoch über dem Achensee einen Weltrekord aufgestellt.


    Kopfüber in den Achensee gesprungen sind schon viele, aber einen „Head Over“-Sprung aus 7100 Metern Höhe gab’s noch nie. Gleitschirmspringer Mike Küng sorgte mit seinem Unterfangen am Dienstag den 21. Januar 2020 sprichwörtlich für großes Aufsehen. Und nicht zuletzt für einen neuen Weltrekord.


    Er ist ein Mann der Extreme: Mike Küng hat mit seinen Gleitschirm-Sprüngen schon vielfach für Furore gesorgt. Dennoch war das, was er jetzt hoch über dem Achensee gewagt hat, eine Sensation und gleichzeitig ein Weltrekord: Einen „Head Over-Sprung“ aus einem Heißluftballon aus 7100 Metern gab es bislang weltweit noch nie. Küng verriet nach seiner Landung: „Ich bin überglücklich, dass mir dieser Head Over auf Anhieb gelungen ist. Die Bedingungen waren traumhaft, wir hatten wolkenlosen Himmel und optimale Fernsicht. Ich möchte dem ganzen Team, dem Ballonfahrer, den Gleitschirm-Kollegen aber auch den Gastgebern hier am Achensee ganz herzlich danken, ohne sie wäre dieser Weltrekord nicht möglich gewesen.“


    Der Weltrekord – bei klirrender Kälte erzielt


    Im Detail vollzog sich der Weltrekord wie folgt: Am Dienstag, den 21. Januar 2020 um exakt 8:23 Uhr, startete der Heißluftballon „Achensee“ mit Extremgleitschirmspringer Mike Küng an Bord vom Parkplatz der Hochalmlifte Christlum in Achenkirch am Achensee, Tirol. Bei klirrender Kälte (minus 18 Grad am Boden) stieg der Ballon in eine Höhe von ca. 7100 Metern. Die Temperatur in Absprunghöhe lag bei minus 25 Grad. Bereits im ersten Versuch gelang Küng der geplante Head Over-Sprung mit seinem Gleitschirm. Diese Höchstleistung markiert nunmehr einen neuen Weltrekord! Gelandet ist Küng schlussendlich in der Nähe der bayerischen Stadt Bad Tölz.


    Wie schaut es aus: Habt ihr schon mal einen Tandemflug mit einem Paraglider unternommen oder tragt ihr euch sogar mit dem Gedanken einen Luftfahrerschein zu machen?



    Presse-Meldung: © Tirol Werbung / Achensee Tourismus. Fotos: Tirol Werbung / Achensee Tourismus / © Tom Klocker