Sommerrodeln

Sommerrodler
Sommerrodler © fotolia

Rodeln im Sommer in den Alpen.

Die Sommerrodelbahn bringt Spaß, wenn die Alpengipfel im Frühjahr und im Sommer schneefrei sind. Dann ersetzen Wannen oder Schienen in oder auf denen, die flotten Rodel ins Tal schießen, den Schnee. Wer jetzt vermutet, das ist nur was für Kinder, täuscht sich gewaltig: Sommerrodelbahnen machen auch dem Papa, der Mama und allen anderen gute Laune. Nicht zuletzt, weil jeder das Tempo, mit dem er den Berg hinunter fährt, alleine bestimmen kann. Wenn Du noch keine Sommerrodelbahn in den Alpen ausprobiert hast, lass Dir gesagt sein: Es gibt Freaks, die sammeln die Strecken, wie andere Achterbahnen.

Sommerrodeln in den Alpen: Wanne oder Schienen?

Angefangen hat das Sommerrodeln, als es aus Russland nach Deutschland und in den Alpenraum gewandert ist, weil die Skiliftbetreiber eine Alternative für den Sommer gesucht haben. Mit der Gondel oder dem Sessellift rauf, mit dem Sommerrodel runter: Eine Wucht! Zunächst geschah das ausschließlich in Wannen. Wie riesige Dachrinnen schlängeln sich die Bahnen den Hang hinunter. Man sitzt in einem kleinen Gefährt, das am ehesten einem Rodelbob gleicht und saust zur Talstation. Links und rechts befinden sich Hebel mit denen man beschleunigen oder bremsen kann. Später kam der Alpine Coaster dazu. Damit rast man auf Schienen ins Tal. Noch ein Tipp von einem Sommerrodelprofi, den man aber nur sehr dosiert einsetzen sollte, weil er mancherorts nicht so gern gesehen ist. Also nicht weitersagen: Man bleibt auf der Bahn stehen, wartet, bis die langsameren Sommerrodel vor einem außer Sicht sind und kann dann – „Jucheee“ – richtig Gas geben

Sommerrodelbahnen: Schneller, höher, weiter!

Wie bei Achterbahnen auch, versuchen sich die Betreiber von Sommerrodelbahnen, die über die Alpenregion verstreut liegen, mit Superlativen gegenseitig zu übertreffen. Die Sommerrodelbahn (Alpine Coaster) in Imst in Tirol ist mit einer Länge von 3,5 Kilometer in den Alpen ungeschlagen. Auch in Immenstadt im Allgäu ist man mit rund drei Kilometern ganz vorne dabei. Die steilste Sommerrodelbahn der Alpen, die 640 Höhenmeter überwindet und in der die Sommerrodel eine Geschwindigkeit von bis zu 42 Stundenkilometer erreichen, steht in Mieders im Stubaital.

Auf der Rodelbahn Alpincoaster © fotolia

Spaß für die ganze Familie, die Sommerrodelbahn.

Doch die Alpen-Regionen sind ja auch bekannt dafür, dass sie sehr familienfreundlich sind. So können auch die Kleinsten schon in den Genuss einer Fahrt mit der Sommerrodelbahn kommen. Zum Beispiel zusammen mit einem Elternteil im Rodel. Ab circa zwei bis drei Jahren sollte der Fahrt mit einer Sommerrodelbahn in den Alpen nichts im Wege stehen. Und wenn man nicht ganz so schnell unterwegs ist, kann man die Alpenvegetation, das tolle Panorama und die landschaftliche Vielfalt – während Dir die sanfte Fahrtbrise den Duft nach wilden Kräutern und saftigen Almwiesen um die Nase weht – mal auf ganz andere Weise genießen.