Hochseilgarten

Hochseilgarten
Hochseilgarten © shutterstock

Hochseilgärten in den Alpen.

Du bist völlig abgesichert, trotzdem schlägt Dein Herz wie verrückt, das Adrenalin pocht in Deinen Ohren. Ja, Hochseilgärten, von denen es viele Variationen in den Alpen gibt, sind eine echte Herausforderung. Es gibt Hochseilgärten, die über Baumstämme und Plattformen miteinander verbunden, oder solche, die direkt in den Wald integriert sind. Folgerichtig heißen diese dann Waldseilgarten oder auch Kletterwald. Eine weitere Besonderheit sind Niedrigseilgärten, die auf einer Höhe von rund einem Meter über dem Boden verlaufen, so dass man gefahrlos abspringen kann.

Überall in den Alpen: Sicherheit im Seilgarten.

Das Prinzip eines Hochseilgartens ist klar: In luftiger Höhe über ein schmales Seil oder wackelnde Bretter zu laufen kostet Überwindung und Mut. Trotzdem bieten diese modernen Anlagen natürlich perfekten Schutz, damit Du auch wirklich unversehrt und gesund aus Deinem Alpenurlaub zurückkehrst. Grundsätzlich bekommt jeder einen Klettergurt. Häufig wird man für die Kletterpartie mit Helm und Handschuhen ausgestattet. Zusätzlich sichert man sich selbst mit zwei Karabinern, von denen einer immer im Sicherungsseil verankert ist. Nach der Einweisung bilden immer zwei Personen ein Team, die gegenseitig darauf achten, dass auch immer mindestens ein Karabiner mit dem Sicherungsseil verbunden ist. In den modernsten Hochseilgärten in den Alpen werden derzeit auch noch andere Sicherungssysteme eingeführt. Dann kann die Tour durch den Hochseilgarten losgehen.

Alpen-Hochseilgarten: Hier kannst Du was erleben.

Es ist ein unvergessliches Erlebnis, über ein schmales Seil oder eine Hängebrücke zu balancieren. Das bieten Hochseilgärten noch: Wie eine Spinne kletterst Du in luftiger Höhe durch Netze, schwingst wie Tarzan an einem Seil über einen Abgrund oder springst einfach darüber hinweg. Ist die Sicherungsplattform zwischen zwei Stationen erreicht, schlägt das Herz schneller und Du genießt für einen Moment das gewaltige Bergpanorama das Du in 20 Meter Höhe auf die Drei Zinnen in Südtirol, den Eiger in der Schweiz oder das Karwendelmassiv in Bayern hast. Der krönende Abschluss ist bei beinahe jeder Tour durch einen Alpen-Hochseilgarten der Flying Fox (siehe auch Ziplining). Man hängt an einem Seil und in einer atemberaubenden Schussfahrt geht es zurück auf den Boden.

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Die Geschichte der Alpen-Hochseilgärten.

Früher verfolgten Hochseilgärten häufig nur einen pädagogischen Zweck, waren zum Beispiel Teil von Firmenevents. Mitarbeiter sollten sich bei schwierigen Aufgaben im Hochseilgarten gegenseitig helfen. So wurde und wird das sogenannte Teambuilding verstärkt. Ein Gemeinschaftserlebnis, das verbindet. Außerdem fördert es das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein, wenn man sich durch einen Hochseilgarten „gekämpft“ hat. Mehr und mehr werden die Hochseilgärten in den Alpen heute aber auch touristisch genutzt. Ganze Kletterwälder und Alpen-Abenteuerparks mit 20 Stationen und mehr für die ganze Familie sind entstanden und ziehen Jung und Alt in ihren Bann. In ausgesuchten Hochseilgärten gibt es sogar Stationen für Rollstuhlfahrer.