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© Fotothek ENIT - Gino Cianci

Friaul, Julisch Venetien

Morgens wandern in den Bergen, mittags baden im Meer und abends shoppen und bummeln in der Stadt.

Das alles geht auf kleinstem Raum in Friaul-Julisch Venetien. Besonders reizvoll ist dabei vor allem die Alpenregion, die völlig zu Unrecht eher der unbekanntere Teil dieses Landstrichs ist. Vielleicht ist es aber auch ganz gut so, dass es die Massen an die Strände der Adria zieht und sich so die Natur und die Dörfer im bergigen Teil von Friaul-Julisch Venetien ihre Ursprünglichkeit bewahrt haben.

Unser Tipp: Fahre hin und überzeuge dich, du wirst begeistert sein.

Essen & Genießen Friaul, Julisch Venetien

Die Küche ist natürlich alpenländisch geprägt. Darüber hinaus findet sich in den Kochtöpfen ein reizvoller Mix der italienischen sowie den benachbarten slowenischen und österreichischen Spezialitäten. Vor allem der österreichische Einfluss ist groß, schließlich gehörte der Landstrich lange Zeit zum alpenländischen Kaiserreich.

Das raue Klima der Karnischen Alpen und der hügeligen Weinanbauregion Collio haben dafür gesorgt, dass vor allem deftige Speisen zubereitet werden. So brutzeln auf dem friaulischen Herd fast überall Wiener Schnitzel in der Pfanne, zum Nachtisch gibt es dann bevorzugt Palatschinken und Apfelstrudel.

Regionale Spezialitäten sind Polenta, der weltberühmte Schinken aus der Ortschaft San Danielle sowie die leckere Süßspeise Gubana, die unter anderem aus Nüssen, Rosinen und Pinienkernen hergestellt wird.

Dazu trinkt man einen in der Region selbstgebrannten Schnaps. Köstlich sind auch die frittierten Strucchi. Die kleinen Teigtaschen werden mit einer Nuss-Pflaumen Mischung zubereitet.

Zusammen mit Slowenien teilt man sich das Weinanbaugebiet Collio. In dieser grenzüberschreitenden Region werden herrliche Weißweine zubereitet. Besonders lecker sind der Chardonnay, der Sauvignon Blanc und der Ribolla.

Greife aber ruhig auch zu einem Cuvée, der aus verschiedenen Sorten verschnitten wird. Vor allem im Süden des Collio werden darüber hinaus gute Rotweine produziert.

© Fotothek ENIT - Gino Cianci
© Fotothek ENIT - Gino Cianci

Land & Leute Friaul, Julisch Venetien

Uralt, ursprünglich die Landschaft, sehr traditionell und echt die Menschen; den Bereich der karnischen Alpen entdeckt man nicht zufällig, denn man überquert enge Bergpässe, um in diesen Wechsel von malerischen Tälern und majestätischen Gipfeln einzutauchen.

Der Ort Tolmezzo ist Hauptort der Region und das Tor hinein. Die relative Abgeschiedenheit hat es auch möglich gemacht, dass das kulturelle und religiöse Erbe, die typischen dörflichen Strukturen bis heute erhalten geblieben sind. Vielerorts sind noch kleine Handwerksbetriebe erhalten, es werden sogar noch uralte keltische Traditionen gepflegt.
Die Menschen in den Tälern gelten als besonders gastfreundlich, hilfsbereit und bodenständig.

Nicht weniger schön und naturnah zeigen sich die vier Natisone-Täler, die hinter der mittelalterlich geprägten UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Cividale in den julischen Voralpen liegen. Wildbäche, Schluchten und Klamme prägen das Landschaftsbild. Übrigens: Der bereits angesprochene Kuchen Gubana stammt von hier.

Im Pancavallo und den Friauler Dolomiten befindet sich eine der fünf Skiarenen in Friaul-Julisch Venentien. Hier geht, was vielerorts in den Alpen nicht möglich ist: Von den Dolomitengipfeln können Sie bis zur Adria blicken. Bei entsprechender Wetterlage ein überwältigendes Erlebnis.

Ganz im Nordosten des Landstriches befindet sich Tarvis, das von breiten Tälern und wilden Gipfeln gesäumt ist, die ein mystischer Reiz umgibt. Hier findest du Berglandschaften in ihrer reinsten Form sowie ein 23.000 Hektar großes Waldgebiet mit dichtem Fichtenbestand.

Fun & Sport Friaul, Julisch Venetien

Der See Barcis, der sich im Bereich der Dolomiten befindet, steht an dieser Stelle stellvertretend für die zahllosen Möglichkeiten in der ganzen Region Wassersport zu betreiben. Mit seiner smaragdgrünen Farbe erlaubt er Kanu- und Kajak-Touren ebenso, wie Ausflüge mit dem Segelboot oder einen Ritt auf dem Surfbrett.

Auch Hovercraft und Motorboote tummeln sich auf dem See. Rund um den See werden auch Freeclimbing, Gleitschirmfliegen sowie Höhlentouren unternommen. Das beliebte Ausflugsziel befindet sich darüber hinaus ganz in der Nähe eines Naturreservates (Forra del Cellina), so dass hier natürlich auch Wanderer und Mountainbike-Fahrer glücklich werden.

In den Bergen von Tarvis fühlen sich vor allem die Wintersportler, Kletterer, Wanderer und Bergsteiger wohl. Atemberaubende Abfahrten und Langlaufloipen in scheinbar verzauberten Märchenwäldern versprühen ebenso ihren Charme wie Schneeschuhwanderungen.

Zu den aufregendsten Abfahrten der ganzen Alpen zählt die bei der Wallfahrtskirche am Monte Lussari. Im Sommer spielt man hier Golf, übt sich im Hanggleiten, beim Dogtrekking, Rafting oder Hydrospeed. Besuche auch den Abenteuerpark Sella Nevea, in dem es jede Menge Action zu erleben gilt.

Wer es geruhsamer mag, gerade im Collio befinden sich zahlreiche Gärten und Wälder, die zu ausgedehnten oder auch kleineren Spaziergängen einladen, bevor man es sich in einem der Weinlokale gemütlich macht und einen traumhaft schönen Tag Revue passieren lässt.

© Fotothek ENIT - Gino Cianci
© Fotothek ENIT - Gino Cianci

Sehenswertes & Kultur Friaul, Julisch Venetien

Zahlreiche Dorf- und historische Feste werden über das Jahr verteilt gefeiert. Hier werden regionale Spezialitäten, Bräuche oder religiöse Themen lebendig und in Ehren gehalten. So feiert Sauris zu Ehren des Schinkens mit einem Bauern- und Handwerkermarkt, landestypischen Gerichten, Volksmusik und einer kostenlosen Führung durch die örtliche Schinkenfabrik.

Seit über 400 Jahren wird in Erto e Casso alljährlich zu Ostern ein Passionsspiel mit dem Leidensweg Christi aufgeführt. Auch wenn er während der Woche längst nicht mehr so frequentiert ist wie in früheren Jahren, so zieht der Tarviser Markt vor allem an Wochenenden die Menschen aus der ganzen Region und dem benachbarten Ausland an. Er ist Sehenswürdigkeit und perfekte Einkaufsmöglichkeit von regionalen Spezialitäten in einem.

Ebenso ein Anziehungspunkt ist die Wallfahrtskirche am Monte Lussari. Sie lockt bis heute Pilger aus der gesamten Alpenregion an.

Wundere dich nicht, wenn du ins Resia-Tal kommst und kein Wort von dem verstehst, was die Leute sagen, denn: Hier wird ein frühslawischer Dialekt gesprochen, den es sonst nirgendwo mehr gibt. Sehenswert sind hier unter anderem der Karneval und das Scherenschleifermuseum.

Frisanco und Poffobro im Val Calvera haben es schriftlich: Sie wurden in den Reigen der schönsten italienischen Orte aufgenommen. Das Gassengewirr und die altehrwürdigen Gebäude sind aber auch entzückend.

Natürlich spielt in Friaul-Julisch Venetien die Natur im Bereich der Sehenswürdigkeiten eine große Rolle. Der Naturpark Friauler Dolomiten ist ein perfektes Beispiel dafür. Er liegt eingebettet zwischen den Flüssen Tagliamento und Piave. Spektakulär schön ist der 300 Meter hohe Felsenturm des Campanile di Vale Montanaia.

Einen Blick auf Greifvögel kannst du in Andreis werfen. Dort werden verwundete Tiere erst aufgepäppelt und später wieder ausgewildert.

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